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…wird er jetzt zum Barista?

Euch ist vielleicht aufgefallen, dass es in meinen Storys gerade doch etwas anders aussieht als bisher.. gut, das liegt einmal an Corona, denn leider gibt es nicht so viel spannendes zu zeigen.. und dann gibt es da noch den anderen Grund, wieso es anderes aussieht: Kaffee!

Und alle die mich kennen denken jetzt.. „was stimmt nicht mit ihm? Er trinkt doch nur Tee!“ Jein, nicht nur. Durch Ben bin ich auf den Geschmack von Espresso gekommen, und da meine Familie sehr aufmerksam ist, in diesem Falle meine bessere Hälfte, bekam ich zu Weihnachten eine Siebträgermaschine geschenkt. Und jetzt habt ihr den Salat!

Aber mir ist auch aufgefallen, dass das Thema Kaffee bei euch doch größeres Interesse als Abneigung zeigt. Deshalb habe ich heute mal einen kleinen Blogpost zum Thema Kaffee für euch vorbereitet. Das sind jetzt alles nur meine persönlichen Erfahrungen, also wenn es bei euch nicht so sein sollte, dann müsst ihr das leider hinnehmen 🙂

Was habe ich an „Equipment“?

Siebträgermaschine

Die Siebträgermaschine die ich habe ist die Solis Barista Gran Gusto. Ich hatte mir viele Berichte und Videos zu den verschiedensten Maschinen durchgelesen und angeschaut und immer mal wieder was durchsickern lassen und tadaa, da war sie. Sie ist eine Einsteigermaschine in den gehobenen Kaffegenuss und für das was man bezahlt bekommt man eine ganze menge Qualität. Natürlich muss man hier und da kleine Abstriche machen, aber im groben und ganzen bin ich mehr als zufrieden mit der Maschine. Und, da ich ja ganz am Anfang stehe ist sie genau richtig um den richtigen Umgang mit Kaffee zu erlernen. Und ihr glaubt nicht auf was man dabei alles achten sollte wenn es so richtig gut werden soll! Bei der Siebträgermaschine war schon ein ordentlicher Tamper dabei und ein Siebträger mit 2 Sieben. Alles sehr hochwertig und top verarbeitet!

Kaffemühle

Dazu gab es dann noch eine Kaffeemühle, und zwar die Graef CM800. Hier scheiden sich die Geister, sagt man das so? Ihr wisst was ich meine. Die einen sagen die Mühle ist das wichtigste Utensil, die anderen sagen die Siebträgermaschine… tja, was nun richtig ist kann ich euch auf nicht sagen.. Aber, eins weiß ich: die Mühle von Graef tut genau das was sie soll. Sogar vielleicht etwas zu viel. Denn bis man den richtigen Mahlgrad eingestellt hat, Leute ich sage euch, das dauert ein paar Espressi! Denn macht man den Mahlgrad zu fein, dann wird der Espresso zu stark und es dauert ewig bis er durchläuft. Macht man den Mahlgrad jedoch zu grob, dann läuft es zu schnell durch und der Espresso wird zu „dünn“. Die Durchlaufzeit des Espresso beeinflusst aber auch direkt den Geschmack. Läuft er zu kurz = zu sauer, läuft er zu lang = zu bitter… ihr merkt? Da gibt es einiges zu beachten. Man sagt grob, dass ein guter Espresso in etwa 20-25 Sekunden durchgelaufen sein sollte. Aber das sind auch nur grobe Werte. Es geht am Ende um den Geschmack, und dann kann es auch mehr oder weniger sein als die „richtige“ Zeit. Ich habe für meine Bohnen nun den richtigen Mahlgrad gefunden, und bin mehr als happy mit den Ergebnissen!

Tamper

Es war bereits ein Tamper mit dabei, und der war auch wirklich gut. Und wenn ihr euch jetzt fragt, was für ein Ding? Einfach gesagt, das Teil mit dem man das Kaffeepulver im Sieb zusammen presst. Und auch hier gibt es wieder Unterschiede die man doch spürt und schmeckt. Tampt man schief, oder ungleichmäßig, dann wird der Espresso nichts. D.h. man muss auch hier einige Dinge beachten um ein gutes Ergebnis hinzubekommen.

Ich habe mir den Tamper von Motta gegönnt. Und zwar den Competition 58,4mm Tamper. Denn die klassischen Siebträger haben einen Durchmesser von 58mm. Wenn man jetzt einen Tamper hat, der etwas größer ist, dann kann man das Kaffeepulver noch genauer tampen. Am Rand entstehen keine überstehenden Reste mehr und das Wasser drückt sich schön gleichmäßig durch das Kaffee ohne sich am Rand vorbei zu mogeln. Auch hier ist der Tamper zwar entscheidend, aber es kommt darauf an wie ihr den Kaffee verarbeitet.

Der Kaffe sollte gleichmäßig im Sieb liegen, es sollte kein „Berg“ Inder Mitte entstehen, denn auch wenn man denkt das man alles gleichmäßig zusammendrückt, es ist nicht so. Der Kaffee der in der Mitte mehr aufgehäuft wurde, wird auch stärker komprimiert und das Wasser würde sich seinen Weg so am Rand entlang suchen und die Extraktion wäre nicht gleichmäßig, was wieder bedeutet, ein verfälschter Geschmack.

Deshalb nutze ich einen kleinen Zahnstocher um kleine Kaffeklumpen zu zerstören, dann gleiche ich das Kaffeepulver/Level auf eine Höhe an und setzte dann mit dem Tamper gleichmäßig an und drücke beherzt zu. Man sagt, an die 15 Kg Druck sollten perfekt sein.. seien wir mal ehrlich, so genau kann man das nicht sagen und wenn ich mir überlege, dass die Kaffeemaschine mit etwa 9 bar Druck aufbaut, da ist es glaube ich egal wie fest ich final gedrückt habe. Ob es nun 9 oder 13 Kg waren ist da glaube ich egal. Klar, es sollte gerade sein, und schon ordentlich verdichtet, aber das bekommt man mit etwas Übung ohne weiteres hin. Hier zeige ich euch nochmal was ich meine.

Tamping Station

Jetzt kommt eine berechtigte Frage.. wie soll man denn da richtig drücken können wenn der Siebträger unten nen Auslass hat? Dafür habe ich mir noch etwas gegönnt, und zwar auch von der Marke Motta. Eine Tamping Station. Wenn man einen Bodenlosen Siebträger hat ist so etwas unnötig, da dieser flach aufliegt. Hat man allerdings einen einfachen oder doppelten Ausguss am Siebträger, dann benötigt man eine Tamping Station, oder nutzt die Kante seiner Arbeitsplatte. Da ich an dieser aber mehrfach abgerutscht bin und nie den richtigen Druck ausüben könnte, habe ich mir die Station gekauft.

Siebträger

Bei der Solis Siebträgermaschine war bereits ein ordentlicher Siebträger mit dabei. Dieser war mit 2 Sieben ausgestattet zum Wechseln. Es war ein einer und einer zweier Sieb dabei. D.h. die Menge für den Espresso wird schon von vorne „vorgegeben“. Ich persönlich nutze immer das Doppelsieb (zweier), da ich den Geschmack dabei einfach besser finde. Die Form des zweier Sieb ist etwas anders, und das beeinflusst die Extraktion des Espressos, und somit auch den Geschmack. Aber das ist mir auch erst nach ein paar Wochen aufgefallen. Ich nutze für mein Zweiersieb immer genau 18g Kaffeepulver.

Der mitgelieferten Siebträger ist unten geschlossen und der Espresso läuft über einen Ausguss in die Tasse. Da ich den Espresso aber sehen wollte, wie er sich extrahiert, habe ich mir noch zusätzlich einen bodenlosen Siebträger dazu gekauft. Und ja, das ist eine reine Spielerei! Ob man es braucht, keine Ahnung, aber hey, wenn es doch Spass macht?

Hier könnt ihr den Unterschied zwischen den Sieben sehen. Das eine ist nach unten gerade zulaufend, und das andere hat nochmal einen kleinen Knick, der den Kaffee zur Mitte hin verjüngt und in einer kleineren Fläche zusammenlaufen lässt. Was ihr mit dem bodenlosen Siebträger sehen könnt, das zeige ich euch jetzt! Genau aus dem Grund habe ich ihn mir gekauft 🙂

Geil, oder? Ja ich weiß, es ist nur Kaffe, also Espresso. Aber kommt schon, den Espresso so in die Tasse, oder das Glas laufen zu sehen, ist schon cool! So kann man auch sehen ob er richtig extrahiert wurde. Denn man kann die verschiedenen Stadien der Extraktion tatsächlich erkennen und festlegen. Darauf komme ich aber nochmal zu sprechen wenn ich noch bessere Bilder gemacht habe.

Thermometer

Auch ein sehr wichtiges Utensil wenn es um Kaffeezubereitung geht. Also der Espresso hat eine gute Temperatur, auch wenn ich die Tassen oder Gläser vorher doch immer mit heißem Wasser einen kurzen Moment stehen lasse um noch mehr Temperatur zu gewinnen. Das ist ein kleiner Nachteil der Solis, sie ist zwar gut warm, aber eben doch nicht so heiß wie eine Profimaschine. Mit dem heißen Wasser ist das Problem aber aus der Welt geschafft. Ein kleiner Trick mit einer großen Wirkung. Bei Milch sieht es da schon wieder ganz anders aus, denn wenn ich mir einen Cappuccino zubereiten möchte, dann benötige ich ja auch warme bzw. heiße Milch. Und hier kommt der Milchaufschäumer, die Dampflanze zum Einsatz. Ich habe mir zum richtigen temperieren der Milch ein kleines Thermostat von Motta gekauft, das genau den Bereich markiert hat, bei dem Milch am Besten schmeckt und bei der sie sich am Besten verarbeiten lässt. ich selbst nutze Hafermilch, da ich Kuhmilch leider nicht mer vertrage. Welche Milch, welchen Kaffe und andere Fragen beantworte ich noch in einem anderen Post. Der hier wird sonst noch viel länger als er es eh schon ist…

Das Milchaufschäumen ist nochmal eine Kunst für sich selbst.. Freunde ich kann auch nicht sagen wie lange ich rum experimentiert habe, wie oft ich geflucht habe… oh Mann! Aber, ich habe nun für mich die perfekte Milch gefunden, das richtige Verhältnis von Luft zu Milch und wie lange ich die Zieh-  und Rollphase beim Zubereiten zulasse.. ihr merkt, es sieht immer so leicht aus wenn ein Barista einen tollen Cappuccino mit einer Tulpe oder einem Herz zubereitet. Aber so leicht ist es nicht, bei weitem nicht! So langsam habe ich aber den Dreh raus, und es wird Stück für Stück besser. Dazu kommt auch nochmal ein eigener Post. Und dann erzähle ich euch auch noch etwas zu den Milchkännchen. Denn da gibt es auch noch Unterschiede die man wirklich spürt.

Für heute soll es aber mal genug vom Kaffee sein. Ich habe noch mehr was ich euch zeigen kann und auch möchte, aber ich finde heute ist es wirklich genug um Kaffee gegangen!

Wenn ihr jetzt auch Bock auf Kaffee, oder speziell Espresso habt, dann lasst es mich doch gerne wissen. Wenn es nämlich mit der Fotografie mal nichts mehr sein sollten, vielleicht werde ich dann ja Barista? Spass bei Seite! ich habe richtig viel Freude an neuen Dingen, und das Zubereiten von leckeren Espressi oder Cappuccino ist genau so eine Sache.

Also, wenn ihr nich Fragen habt, dann gerne raus damit. Ansonsten sage ich einfach mal bis nächste Woche! Dann geht es hier weiter. Bleibt gesund, lasst es euch gut gehen und bis nächste Woche!

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